Hofsingen 2009

Dez 29

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Einzigartiges Sommerkonzert des Müden-Faßberger Chores
Musik und Gesang mit Sängerinnen und Sängern aus Hessen und Schleswig-Holstein

WILLIGHAUSEN. Bereits zum siebten Mal haben die Sängerinnen und Sänger des Männerchores und Klassikchores „Cantamus“ unter der Leitung von Heinz Kröll zum Singen und Musizieren eingeladen. In diesem Jahr an einem Samstag und an einem anderen Ort, nämlich auf dem Hof Tewes in Willighausen. Waren doch Gäste aus Hessen und Schleswig-Holstein angereist, die am Sonntag wieder ihre Heimreise antreten wollten. Bei herrlichem Sommerwetter folgten die teilnehmenden Chöre sowie Gäste und Zuhörer gerne dieser Offerte.

Umrahmt durch die Auftaktmusik der „United Winds“ aus Munster konnte um 15.00 Uhr vor „vollem Haus“ der Vorsitzende, Volker Nickel, die Begrüßungsworte sprechen. In seinen Eingangssätzen stellte er zunächst die weiteren Chöre vor, ging aber hauptsächlich auf das Jubiläum der beiden Traditionsvereine, den Männergesangverein Müden und Faßberg, ein. Diese feiern diesjährig das 110. bzw. das 60. Bestehen. Dabei stellte er in der Betrachtung seit 1999 zunächst den Zusammenschluss der beiden Vereine am 13. März 2000 heraus und meinte: „Endlich wuchs zusammen, was seit 40 Jahren schon zusammen gehörte“. Der Wechsel des Chorleiters war für ihn auch erwähnenswert. Wurde doch ein einvernehmlicher Übergang von dem damaligen Chef Leonhard Skelton auf Heinz Kröll im August 2003 geschafft. In diesem Zusammenhang ernannte der Verein den Vorgänger damals zum Ehrenchorleiter. Mit Heinz Kröll veränderte sich die musikalische Ausrichtung und erstmals sangen Männer mit Frauen gemeinsam. Manches Mal nicht so einfach und doch ein Fortschritt, äußerte sich Nickel in seiner Ansprache. In der Ausrichtung des Musikrepertoires kamen nach und nach Änderungen, heute singen die beiden Chöre überwiegend Stücke aus Oper, Operette und Messen. Am Klavier werden sie seit Jahren von der exzellenten Pianistin Leli Zhuang begleitet. Außerdem kam im Jahr 2003 durch einen glücklichen Zufall die Klassiksparte mit in den Verein. Einige Zeit später in Klassikchor „Cantamus“ benannt. „Ich will aber bei aller Euphorie nicht verhehlen, dass wir Sänger und Sängerinnen suchen und gerade im Männerchor dringend Nachwuchs benötigen. Hier lade ich all diejenigen, die heute Lust und Laune verspüren mitzumachen, ein, unsere Chorproben zu besuchen“, sagte Nickel zum Ende seiner Ausführungen. Das Blasorchester der Heidekreis Musikschule unter der Leitung von Frau Barbara Schmitto beendete danach mit bekannten Melodien den Auftakt der Veranstaltung.

Mit dem Lied „Brüderlein und Schwesterlein“ von Johann Strauß eröffnete der Klassikchor „Cantamus“, mit seinem Chef Heinz Kröll und begleitet von seiner Pianistin den Programmreigen. Ihren Auftritt beendeten die Choristen mit dem in Italienisch gesungenen Lied „Nabucco“ aus der gleichnamigen Oper. Für den gelungen Auftritt bedankten sich die Gäste mit begeisterten Applaus. Ausnehmend gut gefiel den Zuhörern im weiteren Verlauf der Frauenchor Schneverdingen mit ihrem Dirigenten Dr. Clemens Brinkmann, die mit makellosen Liedvorträgen das Publikum beschwingten. Am Ende ihres Auftrittes sangen sie „Unsere kleine Nachtmusik“ von Mozart und waren sich des Beifalls sicher. Kurz mit ins Programm aufgenommen, sang anschließend unter Leitung von Annette Albert der Gospelchor Faßberg. Zwar eine eher spirituelle Musikrichtung aber das Publikum war begeistert und stimmte die Lieder gerne mit ein. Ein besonderer Ohrenschmaus waren die vorgetragen Lieder durch den Männerchor Kaltenkirchen. Gemeinsam mit ihrer Dirigentin Frau Cora Satori versetzten sie das Publikum fast in einen Schrecken, wollten die Männer das letzte Lied nicht singen. Ein hervorragend eingespielter Gag, der mit dem Lied „Hochzeit der Frösche“ endete und von den Zuhörern mit begeisterten Ovationen honoriert wurde.
Im Anschluss trug der Gemischte Chor aus Seelbach seine Songs vor. Extra nach 10 Jahren wieder einmal aus Hessen angereist sangen sie unter der Leitung von Heinz Kröll. Er musste den eigentlichen Chorchef vertreten. Zum Ende wurde die Hymne an den „Westerwald“ intoniert und von den Zuhörern bewundernd angenommen.

Im zweiten Block beschwingte der Männerchor Müden-Faßberg, am Klavier begleitet, mit von Heinz Kröll arrangierten Chorsätzen, wie „Schneiders Höllenfahrt“, „Feierabend“ und „Auch ich war ein Jüngling“ von Albert Lortzing. Gut und gekonnt gesungen belohnten die Zuhörer die Männer mit viel Beifall. Einen besonderen Leckerbissen hatten sich die Organisatoren noch einfallen lassen. Als Überraschung angekündigt, sangen die 13-jährige Milena Bernhardt und Jenny Hildebrandt mit ihren 14 Jahren, einige bekannte Lieder A capella. Besonders das Schlusslied „The rose“ von beiden vorgetragen, begeisterte die Zuhörer. Der nächste Auftritt galt dem Gemischten Chor Neuenkirchen. Mit ihrer Dirigentin Frau Natalie Styr sangen sie wunderbare Volksweisen und endeten mit dem Stück „Mein kleiner Kaktus“ von Erich Unterholzner. Ein Gassenhauer, der das Publikum bezauberte. Erstmals und als kleine Einheit sang „Choraoke“ Unterlüß bei diesem Konzert. Ein Chorgruppe im Herbst 2008 von Rolf Schulte gegründet, intonierte nach abgelegter Aufregung schöne Lieder und endeten mit einer kleinen Zugabe. Der Proben hatten sich bezahlt gemacht.

Mit „Du kannst nicht Treu sein“ des Gastgebers und dem gemeinsamen Lied „Der Abschied“ schunkelten die Vereine und Gäste in den Abend, den die Musikgruppe „Mühlbachtaler“ abrundete.