Chorreise nach Kanada

Jun 27

Chorreise nach Kanada

Auf große Fahrt ging der Klassikchor „Cantamus“ unter der Leitung seines Dirigenten Heinz Kröll. Die Mitglieder reisten 5000 Kilometer durch Kanada und traten auch dort auf. Zu den Höhepunkten gehörten Besuche bei den „Indian Days“ dem Stammestreffen der Schwarzfußindianer in Montana (USA) mit 14.000 Indianern und des größten Rodeos Nordamerikas, der berühmten Calgary Stampede mit ihrer farbenprächtigen Parade.

Die Fahrt durch den Grand Glacier Nationalpark sowie die Banff- und Jasper-Nationalparks in den Rocky Mountains mit ihren atemberaubenden Landschaften und so bekannten und traumhaften Plätzen wie der Lake Louise,Wild Goose Island oder der Athabascagletscher ließen die Herzen höher schlagen. Die unberührte Natur mit ihrer Vielzahl von Seen, Wasserfällen und hohen, schneebedeckten Gipfeln begeisterte die Sängerinnen und Sänger. Bären, Wapiti, Dickhornschafe, Elche und ein riesiger Timberwolf kreuzten den Weg. 

 

Auch die historischen Orte wie alte Goldgräberstädte und Stationen des Fellhandels durch die Hudson Bay Company und Missionsstationen waren Ziel der Reise. Die neuere Geschichte Albertas wurde mit dem Besuch des Parlaments in Edmonton mit einbezogen.

Doch es wurde nicht nur viel angesehen, sondern auch gesungen. Am wichtigsten waren die Auftritte in der Faith Lutheran Church und im Kulturzentrum in Grande Prairie. Der ehemalige Leiter der Grande Prairie Marching Band, Mike Townsend, hatte seinen langjährigen Freund Heinz Kröll mit den Chormitgliedern eingeladen. Die Aufnahme in den kanadischen Familien war sehr herzlich, und viele Freundschaften wurden geschlossen. Die Gegeneinladung ist schon erfolgt. Im nächsten oder übernächsten Jahr wird die Marching Band in Faßberg zu Gast sein.

Nach ereignisreichen drei Wochen traten die Sänger und Sängerinnen die Heimreise an. Sie werden noch lange von den Erlebnissen und Eindrücken erzählen.

Die nächste Reise ist schon in Planung. Im Sommer 2011 soll es nach Österreich gehen, dort soll in verschiedenen Kirchen, u. a. in Salzburg gesungen werden. Für dieses Projekt werden noch Sängerinnen und Sänger gesucht, denn der Chor soll eine respektable Größe haben und den Männerchor Müden-Faßberg bzw seinen Klassikchor Cantamus würdig präsentieren. Wenn Sie Freude am Gesang haben und uns auf dieser Reise begleiten möchten, nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf.

Hallo Reisevögel!

Wir kommen am 6. Juli abends um 19:50 Uhr MEZ in Calgary an, bis wir alle aus dem Flieger und wirklich in Canada sind, dauert. (Passkontrolle). Fahren wir zum Mount Royal Conservatory und quartieren uns ein. Die Studenten-Wohnungen sehen so aus: je 4 Personen in einem Haus, jeder hat sein eigenes Zimmer jedoch Küche und Bad müssen gemeinsam benutzt werden.

Am 7. nach dem Frühstück in der Cafeteria soll es nach Banff, Lake Louise und Maligne Lakegehen. Das ist eine Tagestour, zurück vielleicht 19 -20 Uhr, Abendessen in der Nähe und Rotwein trinken bei irgendjemandem…

Am 8. (Donnerstag) soll es nach dem Frühstück nach Drumheller gehen, zu den Dinosauriern, in die Wüste! das kann einen 3/4 Tag brauchen, wir sind also am frühen Abend wieder zurück in der Stadt und jeder kann den Rest des Tages verbringen wie er will. Allerdings machen wir keinen Abholdienst irgendwo aus der Stadt. Nach den Tagestouren muss jeder zusehen, wie er wieder zurück kommt nach Mount Royal.

Am 9. (Freitag) ist die große Eröffnungsperiode der Stampeede in Calgary, danach kann jeder nach Belieben sich Vorführungen der Stampeede anschauen, empfehlenswert ist die riesige Nutztierschau in den gewaltigen Hallen am Stampeede Ground. Da geht schon der ganze Tag dabei drauf… wer die Stadt sich näher in Augenschein nehmen will, muss das abends machen. Gerne können wir Gruppen in die Stadt bringen jedoch nicht zurück! Es sind in dieser Zeit einfach nicht genug Parkplätze!

Am Samstag den 10. nach dem Frühstück auf nach Montana / USA. 

…wenn es planmäßig läuft, werden wir am Samstag, den 10 Juli Calgary bis spätestens 9:00 Uhr verlassen und nach Süden fahren, Richtung Montana / USA. , über den Hwy 2, bei Fort Macleod werden wir den Hwy kurz verlassen und im Reservat der canadischen Blackfeet Indians ein interessantes Museum besuchen. Ich nenne die Stelle einfach die „Buffalo Jumps“. Es heißt aber richtig: Head-Smashed-in Buffalo Jump. …Starke Gegend… es wird einem gut vorgestellt, wie die Schwarzfüsse Büffel jagen, bevor sie das Gewehr kannten… – dann geht’s weiter nach Carway an der Grenze nach Montana, auf der anderen Seite heißt es Port of Piegan (die Piegans sind eine Untergruppe der Blackfeets) und werden nach hoffentlich unkomplizierter Einreise in die USA in East Glacier am Rande des Glacier Nationalpark eintreffen. Hier grenzt die Blackfeetreservation an den Park, und an diesem Samstagabend ist der Höhepunkt der „Indian Days“ der Blackfeet.
Alle Kameras sollten genügend Akku und Speicher haben!! Es ist der jährliche Tanz- und Singwettbewerb der Nation im Nordwesten der USA.
Das Indianerfest ist in Browning, der Hauptstadt der Reservation, etwa 30 Km östlich von East Glacier. Am Sonntag ist da nochmals Blackfeet fest, auch werden wohl viele Cheyenne, Flatheads, Assiniboines und was sonst noch alles da sein. Es ist wirklich spannend!

Am Montag (12. Juli) fahren wir wieder, durch den berühmten Glacier National Park, den „Going to the sun HWY“ entlang an dem märchenhaften Lake St. Mary mit der picturesten Insel Wild Goose Island, einem heiligen Stück Land der Schwarzfüsse. Auf diese Insel gehen sie noch heute zum Meditieren. Der Sun HWY führt über die kontinentale Wasserscheide, über die Rocky Mountains auf die Westseite, berühmte Berge (Paramount) und das Land der Grizzlybären säumen den Weg , Schneeziegen und Hirsche stehen am Straßenrand.
Drüben kommen wir über West Glacier, Columbia Falls und Whitefish nach Port of Roosville, wo wir die Staaten wieder verlassen.
Es wird eine etwas lange Fahrt. Am Abend werden wir in Fernie, British Columbia in Canada ankommen.

Am nächsten Tag (13. Juli) gibt’s eine gemütliche Tagesfahrt nach Kimberley, das ist „Klein Bayern“ in Canada. Lasst Euch überraschen und vielleicht übt Ihr schon mal Jodeln, ansonsten kann ich einen Kurs bei einem dort lebenden Freund aus Austria für Euch buchen. Am weg dahin besuchen wir Fort Steele, eine alte historische Westernstadt aus den 1880gern.

Am nächsten Tag (14. Juli) könnt Ihr faulenzen oder mit mir einen Berg erklimmen, Ferngläser könnten nützlich sein, ich habe dort schon Schwarzbär, Grizzly, Elch, Hirsch und was noch alles in freier Wildbahn gesehen, leichte Wanderschuhe solltet Ihr ohnehin dabei haben! Früher habe ich dort immer einen Ausritt in die Wälder organisiert. Also nun geht’s von Fernie weiter nach Golden, das liegt am westlichen Rand des Banff/Jasper Nationalpark. Um die Fernfahrtagesetappen nicht zu stressig zu machen, ist eine Übernachtung da ganz angebracht. Golden ist ein internationaler Skiort, Berge, soweit man sehen kann… wenn’s passt und das Motel hat einen Grillplatz, kaufen wir uns einen halben Bullen und grillen T-Bones und gönnen uns ein Gläschen…wir werden sehen.

Dann geht es weiter nach Jasper (15. Juli), das ist zwar nicht mehr so weit, allerdings ist der ganze Weg eine hochalpine Straße, da kann man nicht so zufahren und man will ja auch oft anhalten und die traumhafte Gegend genießen. Die Adresse vom Hotel/Motel habt Ihr ja schon, ich kenne es nicht, gehe aber davon aus, dass es gut ist. Wohl etwas außerhalb von Jasper, aber das macht nichts. Aber bestimmt hat jeder von Euch schon ein Foto von Spirit Island gesehen. Die Geisterinsel in den Bergen, wie Wild Goos Island in Montana ist es ein spiritueller Platz für die Indianer. Überhaupt sind sich diese beiden Inseln sehr ähnlich. In den Straßen von Banff und Jasper trifft man immer mit Wapiti Hirschen zusammen, es kann schon mal auch ein Bär durch die Straßen bummeln. Dass mir keiner auf die Idee kommt, eines dieser Tierchen zu knutschen!

Nach zwei Nächten (19. Juli) geht’s weiter nach Grande Prairie, dort wird in sogenannten „Homestays“ logiert. Der Weg dorthin führt durch endlose Wälder. In GP wird’s voraussichtlich einen Gottesdienst geben, auf jeden Fall aber eine ausgiebige Fete mit unseren Gastgebern. Mit Musik natürlich! Mein Freund Mike wird mit der City Band aufspielen und wir müssen singen! Leli hat schon angekündigt, sie wird ein paar Walzer vom Strauß (nicht vom Franz-Josef, nein, vom Johann!) spielen, sodass wir auch etwas mehr in dieses Fest, das man in Nordamerika Sozial Gathering nennt und das den Menschen dort sehr wichtig ist, einbringen. Die Indianer der Nordwestküste haben anlässlich irgendwelcher Feste, Hochzeiten etc., einen Potlarch veranstaltet, dort wurden ganze Reichtümer verschenkt und es galt der Chief als der Beste, dessen Clan die meisten Geschenke aufwartete. Wir werden sehen, was die Zeit in GP uns bringt.
Gerne würde ich mit Euch ins Peace River Valley fahren. Weiter im Norden ist dieser Strom so breit wie Donau und Rhein zusammen.

Von Grande Prairie geht’s nach Edmonton (20./21. Juli). Wir wohnen in der Uni. Eine tolle Stadt! Die West Edmonton Mall gilt als das größte Einkaufszentrum der Welt. Um da alle wichtigsten Eindrücke zu erleben, braucht’s schon einen ganzen Tag!
Vielleicht machen wir eine Dampferfahrt auf dem Sakatchewan River. Es gibt viel zu sehen. Nach vier Nächten geht’s zurück nach Calgary und Back Home.

Ich schätze, dass wir dann wohl 4500 Km abgerissen haben.